"Weiter so!"
Beilngries (DK) Der erste Pflock im Wahlkampf ist gesetzt. Wenn es nach der Bürgerliste/Parteiloser Block/Freie Wähler geht, heißt die Bürgermeisterin auch über 2014 hinaus Brigitte Frauenknecht. Am Sonntagabend wurde sie nominiert.
Beilngries: "Weiter so!"
Gut lachen haben Bürgermeisterin Brigitte Frauenknecht und Vorsitzender Rudolf Lobmeier. Die Nominierungsversammlung ist hervorragend verlaufen und die Zukunftsaussichten sind gut - Foto: Schoplocher
Dabei erhielt sie jede Menge Rüstzeug und Rückenwind für das Rennen um den Chefsessel im Rathaus, auf dem sie seit gut fünf Jahren sitzt. „Du bist ein absoluter Glücksfall für Beilngries“, urteilte etwa Vize-Bürgermeister Manfred Thoma, der sich nach fast 24 Jahren im Stadtrat diese Bewertung erlaubte. In der Amtszeit von Brigitte Frauenknecht sei Beilngries nach vorne gebracht worden und genieße „weit über die Grenzen hinaus hohes Ansehen“. Thoma aber ging noch weiter. Er sei viel im Rathaus und könne bestätigen, dass sich auch das Klima unter den Beschäftigten enorm verbessert habe, was wiederum beste Voraussetzungen für erfolgreiches Arbeiten sei.

„Wir werden auch die nächsten sechs Jahre hinter dir stehen und dich als Ideengeberin brauchen“, sprang Thoma gedanklich in die Zukunft. Er machte keinen Hehl daraus, dass das Amt des Beilngrieser Bürgermeisters ein „absoluter Knochenjob“ sei, den Brigitte Frauenknecht mit großem Engagement und unter viel Verzicht auf Freizeit ausübe.

Den inhaltlichen Rückblick auf die Amtszeit der Bürgermeisterin übernahm der Fraktionssprecher im Stadtrat, Anton Bauer. Wie üblich, stellte er seinen Bericht unter ein Motto, das in diesem Fall lautete: „Große Worte sind schön, aber letztlich muss man mit Taten überzeugen“. Zusammenfassend stellte er fest, dass fast alles von dem erreicht wurde, was im Wahlkampf 2008 versprochen wurde. Bauer griff drei Bereiche, die er für besonders wichtig erachte, heraus: Finanzen, Infrastruktur und Lebensqualität. Einleitend bemerkte er, dass es zu Beginn der Amtszeit einen enormen Nachholbedarf im Bereich Infrastruktur gegeben habe, der nun nahezu abgearbeitet sei. Die Trinkwasserversorgung sei gesichert, Probleme mit Verunreinigungen sollten der Vergangenheit angehören, sagte er. Auch das Konzept für die Verlegung der Leerrohre für Breitbandversorgung gehe auf die Bürgerliste zurück und das Baugebiet Waller Beilngries konnte nach jahrelangem Siechtum verwirklicht werden. Damit einher gehe ein Vergabekatalog, der Modellcharakter habe.

„Manche wollen’s immer noch nicht glauben“, sagte er mit Blick auf die Schuldenentwicklung der Stadt, die um Millionen niedriger seien als 2006. Er stellte heraus, dass allein die Bürgermeisterin in ihrem Etat rund 30 000 Euro jährlich spare und es gelungen sei, den Ansatz für den Fremdenverkehr („trotz des weiter blühenden Tourismus“) einzuhalten. Für das laufende Jahr sehe es gut aus, weil ein eingestellter Kredit wohl nicht abgerufen werde. In puncto Lebensqualität mit Kleinkindbetreuung, Angeboten für Senioren und Veranstaltungen – die dank der Entscheidungen zu Gunsten der Mehrzwecknutzung für die Turnhalle und der Sanierung des Haus des Gastes auch die entsprechenden Örtlichkeiten vorfänden – biete Beilngries einfach Außergewöhnliches.

„Weiter so!“, rief Anton Bauer Mitgliedern und Anhängern zu. Diese folgten dem Appell umgehend und stärkten Brigitte Frauenknecht den Rücken, 23 der 25 Anwesenden stimmten für die amtierende Bürgermeisterin als gemeinsame Kandidatin. Nach dem offiziellen Teil nutzten die politisch Interessierten die Zusammenkunft, über die Stadtratsliste und die weitere Arbeit zu beraten.

Von Petra Schoplocher